Praxiserfahrungen

Schau hin!

Klassenfahrten und Praktika erweitern Horizonte

Wir können alle Bücher der Welt über das Segeln gelesen haben – aber ohne es selbst wenigstens einmal ausprobiert zu haben, werden wir nie erfahren, wie es sich wirklich anfühlt. Es ist immer die Praxis, die uns hilft Dinge zu begreifen, sie zu verinnerlichen.

Einen Apfel zu vierteln macht es so viel einfacher ein Viertel zu verstehen. Altgriechische Bauten zu erleben ist anders als ein YouTube-Video anzuschauen. Und eine zeitlang mit pflegebedürftigen Menschen zu arbeiten ist eine Erfahrung, die wir nicht durchs Hörensagen machen können.

Neues kennen lernen, ausprobieren und verstehen – dieser pädagogische Ansatz zieht sich durch die gesamte Schulzeit hier an der Blote Vogel Schule. Und er spiegelt sich auch in unseren Klassenfahrten wider. Gemeinschaft intensiv erleben und die nähere Umgebung erkunden auf der ersten Fahrt in der vierten Klasse, in das Leben einer Hallig eintauchen, auf längeren Wanderungen auch mal eigene Grenzen austesten, gemeinsam segeln oder zum Abschluss der zwölften Klasse dann die Fahrt ins klassische Griechenland.

Einige Klassenfahrten sind ausgesprochen praxisbezogen – das Forstpraktikum beispielsweise oder auch das Feldmesspraktikum. Und einmal wird die Reihe der aufeinander folgenden Klassenfahrten sogar unterbrochen: in der neunten Klasse, wenn alle Schülerinnen und Schüler für einen Monat getrennt ins Landwirtschaftspraktikum gehen, um auf einem Hof Teil des landwirtschaftlichen Alltags zu werden.

Verschiedene Praktika folgen: im sozialen Bereich ebenso wie in Bereichen der eigenen Wahl. Und dann gibt es ja auch noch den WoW-Day (WoW = World of Waldorf) – das ist der Tag, an dem Waldorfschüler ab der sechsten Klasse einmal im Jahr für einen Arbeitstag bei einem selbst gesuchten Arbeitgeber einen Job übernehmen können. Das gemeinsam erarbeitete Geld geht an einen guten Zweck. Auch bei dieser Gelegenheit lässt sich eine Menge Praxiserfahrung sammeln!